Kauf dir zwei T-Shirts in einem Geschäft.
Sie sehen fast identisch aus.
Gleiche Farbe.
Gleicher Stil.
Vielleicht sogar zum gleichen Preis.
Doch sobald Sie sie berühren, werden Sie etwas anderes bemerken.
Eines fühlt sich geschmeidiger an.
Weicher.
Es hängt besser und sieht auch nach dutzenden Wäschen noch wie neu aus.
Die meisten Leute gehen davon aus, dass es einfach an besserer Baumwolle liegt.
Sehr oft ist das nicht der Fall.
Es besteht eine gute Chance, dass Sie einen Stoff in der Hand halten, der aus Modal hergestellt ist.
Und überraschenderweise beginnt die Geschichte von Modal nicht in einer Textilfabrik.
Es beginnt in einem Wald.
Als jemand einen Baum ansah und Stoff sah
Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Textilindustrie unter Druck.
Die Baumwollproduktion konnte mit der wachsenden Nachfrage nicht immer Schritt halten, während Seide für Alltagskleidung zu teuer blieb.
Die Hersteller wünschten sich eine Faser, die weich, preiswert und in großen Mengen verfügbar war.
Das warf eine ungewöhnliche Frage auf:
Könnte aus Holz Stoff werden?
Zunächst klang die Idee unmöglich.
Doch Wissenschaftler entdeckten, dass die Zellulose im Holzpulpe extrahiert, aufgelöst und zu Fasern versponnen werden kann.
Das Ergebnis war Rayon – die weltweit erste regenerierte Zellulosefaser.
Für die damalige Zeit war es eine unglaubliche Leistung.
Doch jeder, der mit Rayon arbeitete, kannte dessen Schwächen.
Ein Hemd aus Viskose verlor oft an Festigkeit, wenn es nass wurde.
Es knitterte leicht.
Nach mehrmaligem Waschen fühlte es sich einfach nicht mehr gleich an.
Die Idee hatte ein enormes Potenzial.
Das Material war einfach noch nicht da.
Eine bessere Antwort kam aus Österreich.
In den 1950er Jahren hatte der österreichische Faserhersteller Lenzing nicht das Ziel, einen Luxusstoff zu erfinden.
Ihr Ziel war viel einfacher.
Sie wollten die Probleme lösen, die Rayon nicht lösen konnte.
Nach jahrelanger Entwicklung stellten sie eine neue Regeneratfaser vor, die aus nachhaltig gewonnenem Buchenholzzellstoff hergestellt wird.
Sie nannten es Modal.
Im Vergleich zu herkömmlicher Viskose fühlte sich Modal spürbar weicher an, blieb auch im nassen Zustand formbeständiger, behielt die Farbe besser und behielt auch nach mehrmaligem Waschen seine Form.
Es ging nicht darum, Baumwolle zu ersetzen.
Es erwies sich einfach als eine weitere hervorragende Wahl.
Warum Textilfabriken gerne mit Modal arbeiten
Geht man durch eine moderne Strickerei, findet man Modal fast überall.
Premium-T-Shirts.
Unterwäsche.
Loungewear.
Babykleidung.
Sportbekleidung.
Der Grund ist einfach.
Modal bietet Herstellern eine Kombination, die überraschend schwer zu erreichen ist.
Es ist weich, ohne sich empfindlich anzufühlen.
Es fällt natürlich, ohne schwer zu werden.
Es nimmt Farbstoffe außergewöhnlich gut auf und erzeugt so satte, leuchtende Farben.
Und auch nach monatelangem Tragen sieht es noch bemerkenswert frisch aus.
Viele Marken mischen Modal mit Baumwolle für angenehmen Tragekomfort im Alltag.
Andere kombinieren es mit Elastan, um Stretchstoffe für Sportbekleidung herzustellen.
So oder so handelt es sich um eine Faser, die sich in Strickwaren hervorragend eignet.
Die Maschine ist wichtiger, als die meisten Menschen ahnen.
Viele Menschen glauben, dass die Qualität eines Stoffes von der Wahl des richtigen Garns abhängt.
Wer in einer Strickerei arbeitet, weiß, dass das nur ein Teil der Wahrheit ist.
Aus demselben Modal-Garn lassen sich je nach Strickmaschine ganz unterschiedliche Stoffe herstellen.
Maschinenlehre.
Garnspannung.
Kameraeinstellungen.
Zuführungsanordnung.
Schon kleine Anpassungen können das Gefühl des fertigen Stoffes in der Hand verändern.
Ein gut konfigurierterKreismaschineerzeugt einen glatten, gleichmäßigen Jersey-Stoff, der sich perfekt für hochwertige T-Shirts eignet.
Eine Interlock-Maschine erzeugt eine dichtere und stabilere Konstruktion und ist daher eine beliebte Wahl für hochwertige Basics und Funktionsbekleidung.
Die Faser bietet das Potenzial.
Die Maschine bestimmt, wie viel von diesem Potenzial zu Stoff verarbeitet wird.
Vom Wald zum Stoff
Wenn man mal darüber nachdenkt, ist das schon bemerkenswert.
Eine Buche, die ruhig in einem bewirtschafteten Wald wächst, wird schließlich zu einem T-Shirt, das Tausende von Kilometern entfernt in einem Bekleidungsgeschäft hängt.
Zwischen diesen beiden Momenten liegt eine außergewöhnliche Reise.
Holz wird zu Zellstoff.
Aus Zellstoff werden Fasern.
Aus Fasern wird Garn.
Garn wird zu Stoff auf einemKreismaschineoder eine Verriegelungsmaschine.
Erst dann wird es zu Kleidung.
Die meisten Menschen werden nie über diese Reise nachdenken.
Sie werden einfach feststellen, dass sich ihr Lieblings-T-Shirt weicher anfühlt als die anderen.
Bei MORTON ist das der Teil der Geschichte, den wir mitgestalten.
Wir bauen Rundstrickmaschinen und Interlock-Maschinen, die es Textilfabriken auf der ganzen Welt ermöglichen, innovative Fasern wie Modal in hochwertige Strickwaren zu verwandeln.
Denn jedes bequeme T-Shirt hat seine Geschichte.
Und lange bevor das Kleidungsstück in Ihrem Kleiderschrank landet, beginnt diese Geschichte an einer Strickmaschine.
MORTON – Fortschrittliche Stricklösungen
Veröffentlichungsdatum: 06.07.2026
