Drehe ein Sweatshirt auf links und schau dir den Stoff an.
Bei manchen Hoodies ist die Innenseite mit kleinen, ordentlichen Schlaufen versehen. Bei anderen sind diese Schlaufen nirgends zu sehen. Stattdessen fühlt sich die Innenseite weich, flauschig und fast wie eine dünne Fellschicht an.
Die meisten Leute denken einfach, das eine sei ein leichteres, das andere ein wärmeres Sweatshirt. Das stimmt zwar aus der Sicht des Trägers, aber aus der Sicht einer Strickerei ist der Unterschied viel interessanter.
⚙ Diese kleinen Schlaufen sind kein Fehler und wurden nicht nachträglich hinzugefügt. Sie sind Bestandteil des Stoffes selbst.
Lange bevor der Hoodie zugeschnitten, genäht, gefärbt, bedruckt oder in einen Karton gefaltet wird, ist seine Innenseite bereits so gestaltet, dass sie sich anders verhält als seine Außenseite. Dieser Unterschied beginnt schon an der Strickmaschine.
Ein Stoff, zwei völlig unterschiedliche Oberflächen
Die Außenseite eines typischen Sweatshirts wirkt in der Regel relativ glatt. Dreht man es jedoch um, kann die Struktur völlig anders aussehen. Das ist eines der Merkmale, die French Terry so leicht erkennbar machen.
Die Vorderseite des Stoffes ist so gestaltet, dass sie sauber aussieht und sich für die Außenseite des Kleidungsstücks eignet, während die Rückseite sichtbare Schlaufen aufweist. Diese Schlaufen verleihen dem Stoff mehr Stand und verändern sein Verhalten in Bezug auf Feuchtigkeit und Luftzirkulation im Vergleich zu einem einfachen Single-Jersey-Stoff.
Auch die flauschige Innenseite von Fleece beginnt oft mit Schlaufen.
Nehmen Sie nun ein dickeres Wintersweatshirt und drehen Sie es auf links. Sie werden wahrscheinlich keine ordentlichen Schlaufen sehen. Stattdessen fühlt sich die Oberfläche weich und flauschig an. Die Fasern stehen vom Stoff ab und bilden so eine wärmere und besser isolierende Innenschicht.
In vielen Fällen beginnt die Geschichte jedoch mit einer rauen Rückseite. Nach dem Stricken des Stoffes wird die Innenseite gebürstet. Durch das mechanische Bürsten werden die Fasern auf der Rückseite des Stoffes aufgerichtet und geöffnet, wodurch die sichtbaren Schlingen in die bekannte, weiche Fleece-Oberfläche verwandelt werden, die man von Winter-Sweatshirts und Kapuzenpullovern kennt.
Warum man für Sweatshirtstoff mehr als ein Garn benötigt
Einer der Gründe, warum Fleece- und French-Terry-Stoffe interessanter sind, als sie zunächst scheinen, liegt darin, dass die Maschine nicht zwangsläufig jedes Garn mit der gleichen Aufgabe betraut. Bei einer Dreifaden-Fleece-Konstruktion arbeiten verschiedene Garnsysteme zusammen, um unterschiedliche Teile des Stoffes zu bilden.
- ✓Gesichtsgarn:Trägt zu der glatten Oberfläche bei.
- ✓Bindegarn:Hilft dabei, die Struktur zusammenzuhalten.
- ✓Fleecegarn:Bildung der hinteren Schlaufen für die Innenstruktur.
Warum die Schleifenlänge wichtiger ist, als es aussieht
Die Schlingen auf der Rückseite von French Terry mögen einfach aussehen, aber ihre Größe und Beschaffenheit beeinflussen die weitere Verarbeitung. Längere Schlingen sorgen für mehr Material auf der Rückseite. Wenn der Stoff gebürstet werden soll, steht dem Veredelungsprozess dadurch mehr Fasermaterial zur Verfügung.
French Terry und Fleece sind nicht einfach nur „dicker T-Shirt-Stoff“.
Dies ist wahrscheinlich eine der gängigsten Vorstellungen von Sweatshirt-Stoffen außerhalb der Textilindustrie. Tatsächlich liegt der Unterschied nicht nur in der Dicke, sondern auch in der Struktur. Ein typischer Single-Jersey-T-Shirt-Stoff hat im Vergleich zu Dreifaden-Fleece eine relativ einfache Konstruktion.
Die Maschine muss dem Stoff folgen.
Deshalb möchten wir bei MORTON nach Möglichkeit immer den Stoff sehen, den der Kunde herstellen lassen möchte. Maschinenspezifikationen allein reichen uns nicht aus. Wir benötigen Informationen zum Garn, Flächengewicht (GSM), zur Struktur, Feinheit, fertigen Breite und wie die Stoffrückseite aussehen soll.
Dein Hoodie ist komplizierter als er aussieht.
Ein fertiger Hoodie wirkt auf den ersten Blick nicht besonders technisch. Wendet man ihn aber, verrät der Stoff einiges über seine Herstellung. Gerade die alltäglichsten Kleidungsstücke bergen oft die interessantesten Details.
Bei MORTON bauen wirRundstrickmaschinenUndDreifaden-Fleece-Strickmaschinenfür Webereien, die Stoffe wie French Terry und Fleece herstellen.
Veröffentlichungsdatum: 18. September 2026
